Liebe Patientinnen,

nachdem am 12.01.2021 der Impfstoff von Moderna gegen das Coronavirus zugelassen wurde, stehen nun 2 Impfstoffe im Kampf gegen die Coronapandemie zur Verfügung.

Der Umgang mit Risikopersonen wie Schwangeren, ältere Patientinnen, Krebspatientinnen unter Therapie gehört zu unserem Praxisalltag. Durch eine Impfung gegen das Coronavirus können wir unsere Patientinnen schützen. Vor allem den schwangeren Frauen, die aufgrund des heutigen Kenntnissstandes (noch) nicht geimpft werden können, können wir so ein sicheres Umfeld bieten.

Die bisherigen Erfahrungen mit dem sogenannten mRNA Impfstoff sind positiv. Geringe lokale und leichte systemische Nebenwirkungen können auftreten. Der positive Schutzeffekt überwiegt die Nebenwirkungen bei weitem.

Durch die Impfung gelangt ein Stück des Virusbauplanes in die Zellen. Dadurch wird im Körper eine Abwehrreaktion ausgelöst. Antikörper gegen das Virus werden gebildet. Sollte es im Verlauf zu einer Ansteckung mit dem Coronavirus kommen, ist das Immunsystem darauf vorbereitet. Der Körper baut den Impfstoff innerhalb weniger Tage ab. Da die RNA nicht in den Zellkern vordringt, ist eine Veränderung des eigenen Erbgutes äusserst unwahrscheinlich.

Wer skeptisch ist bezüglich der raschen Impfstoffentwicklung, darf aufatmen: Das RNA-Prinzip stammt ursprünglich aus der Tumorforschung. Moderne Krebsmedikamente zielen ebenfalls auf Immunantworten ab. Das Prinzip ist also nicht innerhalb des letzten Jahre entstanden. Die Entwicklung erstreckt sich bereits über 20 Jahre.

Für unsere schwangeren Patientinnen gilt, dass bisher keine Impfung empfohlen wurde. Die Fachgesellschaft SGGG wird in Zusammenarbeit mit dem BAG entsprechende Weisungen sobald wie möglich veröffentlichen.

Gern dürfen Sie uns in der Praxis ansprechen. Wir werden Sie aber auch hier auf dem Laufenden halten.

(Quellen: swissmedic, SGGG)

Mit besten Grüssen

Ihr Team Gynaecologicum